Passivhausfenster helfen Energie einzusparen

In Zeiten steigender Energie- und Heizkosten sind Bauherren gut damit beraten, bei der Sanierung und Renovierung der eigenen vier Wände auf hochwertige Baumaterialien zurückzugreifen. Insbesondere in die Jahre gekommene Fenster können hier zu einem echten Wärmeverlust führen..
In diesem Fall lohnt sich die Investition in neue Fenster, wie etwa Passivhausfenster. Sie eignen sich trotz ihres Namens längst nicht nur für Passivhäuser, sondern können Wärmeverluste auch in Altbauten reduzieren

Wodurch zeichnet sich ein Passivhausfenster aus?

Das Passivhausfenster ist vor allem durch zwei wesentliche Eckpunkte gekennzeichnet:

  1. Wärmedurchgangskoeffizient liegt bei maximal 0,8 W/m²K
  2. Mehrscheibenverglasung ist obligatorisch
Der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz auch als U-Wert bekannt, ist das entscheidende Kriterium für Passivhausfenster. Er gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Fensterfläche verloren geht. Der U-Wert eines Fensters (UW-Wert) ermittelt sich aus den U-Werten für Verglasung (Ug-Wert) und Fensterrahmen (Uf-Wert). Für neue Fenster schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor, dass der UW-Wert maximal 1,3 W/m²K betragen darf. Um dem Anspruch eines Passivhausfensters zu genügen, muss der UW-Wert dagegen bei höchstens 0,8 W/m²K liegen. Darüber hinaus setzen moderne Passivhausfenster generell auf eine Mehrscheibenverglasung. Der Passivhaus-Standard kann sowohl mit Zwei-, als auch mit Dreischeiben-Verglasung realisiert werden, wobei letztere noch bessere U-Werte erzielen kann. Durch spezielle Beschichtungen der
Glasflächen lässt sich Wärmeschutzglas herstellen, welches die Passivhausfenster noch effektiver macht. Außerdem kann Schallschutzglas beim Passivhausfenster zum Einsatz kommen, welches lästige Störgeräusche von außen abhält. Aufgrund der Mehrkosten für Schallschutzglas sollte dieses allerdings nur in den wirklich stark von Lärm belasteten Räumen eingesetzt werden. Darüber hinaus kommt es beim Passivhausfenster auf die richtige Wahl des Fensterrahmens an. Bewährt haben sich in der Praxis vor allem die pflegeleichten, preiswerten Kunststoffrahmen. Sie sind in der Regel im Profil mit mehreren Kammern versehen, wodurch der Wärmedämmeffekt der Passivhausfenster noch weiter erhöht wird. Zusätzlich können diese Luftkammern mit Wärmedämmkernen versehen werden, die von einigen Herstellern bereits angeboten werden.

Passivhausfenster – Diese Abstandshalter für die Verglasung gibt es

Damit die einzelnen Glasscheiben im Passivhausfenster stets den richtigen Abstand zueinander haben, werden Abstandshalter verwendet. Diese können aus Aluminium oder Kunststoff bestehen. Während Aluminium die Wärme noch etwas leiten kann, ist dies bei Kunststoff-Abstandshaltern nicht mehr möglich. Dadurch können mit ihnen die Wärmedämmwerte der Passivhausfenster noch weiter verbessert werden.

Die Scheibenzwischenräume werden bei vielen modernen Passivhausfenstern zudem mit einem Edelgas, wie Argon, befüllt. Dieses sorgt für eine zusätzliche Wärmedämmung, so dass die im Haus eingesetzte Heizenergie genau da bleibt, wo sie benötigt wird, nämlich im Rauminneren.

Worauf man beim Passivhausfenster noch achten sollte

Weiterhin sollten Käufer beim Passivhausfenster auf den Behaglichkeitsindex achten. Dieser kann bei den meisten Herstellern erfragt werden oder wird direkt in der Produktbeschreibung mit angegeben. Er gibt an, wie behaglich die Wärme im Rauminneren ist, wenn Passivhausfenster eingebaut wurden.

Dennoch gilt auch beim Passivhausfenster, dass die maximale Wirkung nur dann erzielt werden kann, wenn der Einbau fachgerecht erfolgt. Hier sollten Bauherren auf eine Montage nach RAL-Bedingungen achten. Diese variieren je nach Situation vor Ort, so dass hier keine pauschalen Aussagen möglich sind. Gute Fensterbauer und Handwerksbetriebe werden diese RAL-Richtlinien jedoch einhalten und garantieren so für den absolut dichten, fachgerechten Einbau der neuen Passivhausfenster.


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